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Dorothea & Wolfgang
Landes Hogar de Niños "Wayne Walker" |
Februar 2003 |
Los Chacos, Santa Cruz - Bolivien |
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Liebe Freunde! Was macht eigentlich einen Missionaren aus? Er isst, schläft und trinkt wie jeder normale Mensch, er ist müde, hungrig, deprimiert, lustlos oder freudig, animiert und fröhlich wie jeder andere auch. Er geht seinen täglichen Arbeiten nach, bereitet Andachten, Jungschar - Stunden, Gottesdienste vor, wie viele andere Gemeindemitglieder oder Pastoren auch. Ja, was macht eigentlich ein Missionar aus? Auf einer CD (A sus pies von Jesús Adrian Romero) wird die Antwort wie folgt beschrieben:
Wahnsinn! Ein Leben ohne Reserve, keine Halbheiten, Fülle, lebendiges Opfer, in Kapitulation vor Gott stehen, Seinen Willen tun, kompromisslos leben. Das muß ein Missionar sein - oder? Aber
sollte so nicht ein Leben eines jeden Christen aussehen? Jesus nachfolgen,-
kompromisslos? Dazu braucht man sich nicht Missionar nennen, oder ins
Ausland gehen, nein, da wo man geht und steht sollen wir Licht und Salz
sein, sollen wir tun was er sagt. Tun was Er sagt, dazu muß man erst mal
wissen was er sagt! Wenn ich das tue, ist es dann noch ernsthaft eine
Frage ob ich als Christ rauchen darf, oder mit meiner Freundin ins Bett
gehen kann oder ob ich im Gottesdienst die Hände erhebe oder nicht? Ist das
dann noch eine Frage? Das Wort Gottes bringt Erkenntnis, Wissen und Weisheit
in mein Leben, schenkt klare Anweisungen, gibt Regeln mit denen mein Leben
gelingen kann. Warum ist das so,- gibt es doch so viele Treffen,
Konferenzen, Fortbildungsmöglichkeiten, Heilungsseminare, Jugendkongresse, Evangelisationen, Festivals, Anbetungshighligts,
Jugendgottesdienste,
und vieles mehr?
„Der Glaube
kommt aus der Predigt“ steht in Römer 10:17 – aus dem gesprochenen Wort in
meinen Alltag hinein. Auf der Arbeit, in der Schule, mit den Kindern!
Zeugnis geben, von Jesus als Freund erzählen! Ihn im Alltag erleben und
einbinden! Natürlich muß ich das Leben was ich sage, aber ich muß auch das
bekennen was ich lebe und aus welcher Kraft heraus ich lebe wie ich lebe.
Bekennen und Glauben, die Bibel nennt diese beiden Begriffe immer zusammen. Nur im Herzen Glauben ohne Jesus als seinen Herrn vor der Welt zu bekennen produziert ein schwaches, abgemagertes Christsein, der ist wie ein Fähnchen im Wind und jede Versuchung haut ihn um, doch ein Bekennen mit dem Mund ohne den Glauben im Herzen ist reines Geschwafel, ohne Vollmacht und Autorität. Bekennen und Glauben! Und daraus folgt gelebter Gehorsam. Möge das, was John Sandford sagt, den ein oder anderen zum Nachdenken anregen!
„Nur der Glaubende ist gehorsam, nur der Gehorsame glaubt.!“
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Lisa & Ursula Das gleiche gilt auch für Lisa Loessin und Ursula Christen, derzeitige Deutsch / Schweizer Mitarbeiterinnen im Kinderheim. Während unseren regelmäßigen Dienstag – Morgen Gebetsgemeinschaften dürfen wir besonders Gottes Gegenwart erleben, Seine heilende, väterliche und gute Hand ergreifen, Ihn anbeten, staunend vor ihm stehen, und unser Herz vor ihm ausschütten. Diese Gebetszeiten sind für uns alle sehr gewinnbringend und gibt auch unserer Gemeinschaft eine besondere Note. Wir sind froh das bis jetzt während der Abwesenheit Pohls keine unerwarteten Vorfälle auftraten. Außer daß Angelo in einem seiner Wutanfälle die Frontscheibe des Busses mit einem Stock zertrümmerte, und Juan Carlos sich letzte Woche den Arm brach, ist nichts weiter passiert. Das ist bei der lebhaften Bande von 15 Kindern echte Bewahrung. Danke auch an Euch für alle Gebete!
Barbara Im letzten Rundbrief erzählten wir von Barbara Ströhle, Lehrerin unserer Kinder. Überraschender weise bekam Barbara Probleme mit ihrer Gesundheit so daß wir sie vorzeitig nach Deutschland entlassen mußten. Gerade in der Phase des akuten Auftreten von Epileptischen Anfällen durften wir Gottes Nähe, Weisheit und Führung besonders erleben. Barbara konnte mittlerweile in Deutschland auf ein Begegnungswochenende der Gemeinde in Kiehl (Pastor Oliver Baro) gehen, und Heilung in vielen Bereichen ihres Lebens erfahren. Ob der Herr auch ihren Gehirntumor geheilt hat wird am 21. Juli eine Operation ans Licht bringen. Wir bitten alle Beter, Barbara in ihre Gebete mit ein zu beziehen.
Trockenheit – kein Problem mehr Nach der letztjährigen langen Trockenperiode wurde uns klar, daß wir ohne regelmäßige Bewässerung der Felder den Betrieb nicht würden halten können. In unsere Überlegungen hinein flatterte ein Scheck von 5000,- US $, genau die Summe der Bohrkosten für einen Brunnen! Das schöne daran ist daß Gott wirklich gehorsam belohnt, denn der Scheck war eigentlich ein Geschenk, d.h. wir hätten auch damit in Urlaub fahren können, oder einen neuen Computer für uns kaufen dürfen. Doch für uns war klar: Wir haben so lange um Wasser gebeten, das ist das Geld für den Brunnen! Und nun kommt das eigentliche Wunder: Gott hat uns durch die Bohrung reines, frisches, sprudelndes Quellwasser geschenkt! Tag und Nacht sprudelt frisches, sauberes Wasser heraus! Das ist durchaus nicht normal, in nur 50% aller Fälle fördert ein gebohrter Brunnen in unserer Gegend von selbst Wasser an die Oberfläche. Normalerweise muß man es herauspumpen. Wir freuen uns auf jeden Fall über dieses besondere „Wasser- Geschenk“, denn schon jetzt leidet das Land wieder unter Dürre, weil es seit neun Wochen nicht mehr geregnet hat. Wir haben in Windeseile einen großen Teich ausgebaggert, indem sich jetzt das Wasser sammelt! So haben die Kinder ihre Freude am fischen und matschen, die Kühe in der Hitze eine gute Abkühlung und Wolfgang kann jeder Zeit genügend Wasser auf die Felder bringen! Ein dickes Dankeschön dem Geber des Geldes und dem Geber des Wassers!
Auch sonst gibt es von der Milchviehwirtschaft erfreuliches zu berichten: Die Milchleistung ist wieder bei täglich 550 Liter, mit 47 Kühen im Melkstand. Wolfgang ist Im Vorstand des hiesigen Bauernverbandes und Mitglied einer Gruppe von Bauern die an der Verbesserung ihres Betriebes interessiert sind. Unter Supervision eines chilenischen Spezialisten treffen sich die Bauern monatlich auf den einzelnen Höfen und suchen Verbesserungsmöglichkeiten.
Der Count - Down läuft
In den nächsten zwei Monaten gilt das für alle Beteiligten. Ulrich zählt seine Tage, - sein Abflug wird der 1. Juli sein. Die Heimkinder zählen bis zum 16 Juli – Stichtag: Rückkehr von Karin und Stefan Pohl. Lisa zählt eine Woche weiter, dann wird auch sie Abschied nehmen müssen. Am 23.Juli dürfen wir Marcus Mergentaler mit seiner Frau Silke in Empfang nehmen. Derzeit brütet Marcus noch über seiner Diplomarbeit und versucht einen Termin zur Verteidigung seines Diploms zu bekommen. Bitte betet für ihn! Für einen klaren Kopf, gutes Gelingen, einen nicht so schweren Abschied und ein einfaches Einleben! Am 31.Juli wird der Abflug von Ursula Cristen sein, und „last not least“, Unser Abflug nach Deutschland: 18. AUGUST 2003! Es ist nicht ganz so einfach in diesem Übergangsstadium allem gerecht zu werden. Wolfgang will und muß noch einiges bis dahin organisieren und regeln, die Gemeinde will weiter geführt werden, bei den Kindern sollte man nicht schlampern, und die eigene Seele verlangt auch ihre Zeit des „hinter- her- kommen“. Persönlich erleben wir immer mehr das wir nur dann die Sicherheit haben allem gerecht zu werden, wenn unser Herz ganz nah an Jesus gebunden bleibt. Sobald wir seine Gegenwart verlasse, kommt Unsicherheit, Unzufriedenheit, Fragen und Zweifel auf. Neue, gewinnbringende Erfahrungen hat Dorothea das letzte Jahr mit Fasten und Joggen gemacht,- beides war Neuland für sie, doch hat sie schon viel Segen daraus erfahren. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit darüber bei einem Tässchen Kaffee zu plaudern.... . Ab 1.September sind wir unter Tel: 0721 - 88 30 50 in der Schöllbronnerstr. 38, 76199 Karlsruhe zu erreichen. Wir haben für unseren Heimatdienst noch keinen konkreten Zeitplan. Hauptstützpunkt wird Karlsruhe sein, wo unsere Kinder zum ersten mal in eine Schule gehen, doch wollen wir auch in unsere Gemeinde in Düsseldorf anwesend sein. Über Einladungen freuen wir uns, ob privat oder zu einer Veranstaltung, gerne nehmen wir auch die Herausforderung von Predigten oder Vorträgen an, - das ist ja das was wir nun die letzten sieben Monate geübt haben... . Aber gerne laden wir Euch auch zu uns ein! Also: Mann darf gespannt sein, - die LANDES kommen! Ann-Kathrin und Thomas sehen der Schule mit gemischten Gefühlen entgegen, - sehr freuen sie sich natürlich auf die Omas und Opas, auf die allerbesten Freunde (Frank & Joachim, und natürlich Beate) und auf den Schwimmkurs. (den Dorothea ihnen mal im Übermut versprochen hat...) Bis wir uns sehen, voneinander hören und uns umarmen,
wünschen wir Gottes Nähe, Segen und Bewahrung. Ganz liebe
Grüße Eure Landes- Family
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