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Zuckerrohr - eines der Hauptpflanzen landwirtschaftlicher Tätigkeit in unserer Region.
Üblicherweise wird diese mehrjährige Pflanze von Hand gepflanzt: Entweder wird ein ganzer Zuckerrohrstängel in die Furche gelegt oder wie rechts zu sehen zuvor zugeschnittene Stücke. Am besten geht das Pflanzgut auf, wenn gleich noch organischer Dünger in die Furche gebracht wird.
Inzwischen sieht man auch vereinzelt mal eine Zuckerrohr-Pflanzmaschiene.
Von einem starken Trecker gezogen und mit genügend Personal besetzt, werden die Zuckerrohrstängel vor der Ablage in die soeben geöffnete Furche noch zerkleinert, so daß jedes "Auge" oder Wachstumsring nachher keimt.
Nach einem Jahr kann man ernten. Wenn man ausreichend gehackt hat und gut die Beikräuter, Ungeziefer und Pilzkrankheiten bekämpft hat, dann kann man mit einer Ernte wie diese im Bild zu sehen, rechnen. Geerntet wird überwiegend per Hand mit der Machete. Das Rohr wird über dem Boden abgehauen, von den trockenen Blättern befreit und die grüne Spitze angetrennt, dann auf kleine Haufen gelegt.
Die Zuckerrohrernte beginnt im Abril und dauert bis Ende November. Die "Zafreros" (Schnitter) kommen meistens aus dem Hochland. Sie sind zäh und genügsam und man bietet ihnen wenig Komfort auf den sogenannten "Campamnetos". Ein Problem sind sowohl die Hygienischen Bedingungen als auch die fehlende Versorgung der Kinder (Schule, Gesundheit), denn der Zafrero kommt immer mit seiner Frau, die über dem offenen Feuer kocht und die Mahlzeiten aufs Feld bringt.
Am Sonntag haben die Zafreros frei und möchten in die Stadt auf den Markt. Häufig sieht man sie dann dicht gedrängt auf leeren LKWs oder Anhängern stehen.
Soweit das Auge reicht: Zuckerrohr (links abgeerntet). Das können die Zafreros nicht mehr schaffen, große Maschinen kommen zum Einsatz.
Der Zuckerrohrvollernter "schluckt" ein oder zwei Reihen, trennt die
trockenen Blätter ab und zerkleinert das Erntegut gleich zu Stücken, die auf den nebenher fahrenden Anhänger geladen werden.
Diese teuren Maschinen werden meistens in Gemeinschaft angeschafft.
Ganz traditionell geht es hier zu: Alles von Hand geschnitten und nun auf dem Buckel aufladen. Die Menge an Stengeln die ein Mann umgreifen kann nennt man "Hace" und wiegt etwa 40 - 55 Kg.
Das schlechte Wegenetz macht den Transport zu einem mühsamen Unterfangen: Im Bild links steckt bereits einer der Anhänger fest, ein zweiter Traktor hilft erst ziehen, dann (nachdem der hintere Anhänger abgekoppelt war) von hinten schiebend - nichts geht.
Grund ist der Durchbruch eines dieser Brückenrohre aus Wellblech. Die tragende Schicht über dem Rohr ist zu dünn geworden, das Rohr eingebrochen. Erst mit einem weiteren LKW als Hilfe kommt der Zug frei. Dann muß der nächste Anhänger diese Stelle passieren.
An manchen Stellen werden die "Cañapakete" von den kleineren Anhängern auf LKW umgeladen.
So kommen die Cañatransporter dann auf der Straße entgegen.
Die technischen Mängel an diesen Fahrzeugen und die massive Gewichtsüberschreitung führt oft zu Unfällen.
Auf der Straße nach Okinawa.
In Montero.
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